Der humanoide Roboter TIAGo Pro steht an einem Arbeitstisch mit Tabletten-Sortierschachteln, eine Person greift ebenfalls auf den Tisch zu.
© Edgard Berendsen / IFAF Berlin
6 November 2026 | 13:00 - 18:00

Robotik: Rückenwind für die Pflege

IFAF Berlin - Institut für angewandte Forschung Berlin

Pflege belastet den Rücken und kostet Zeit. Kann Robotik Pflegekräfte entlasten, ohne ihre Arbeit komplizierter zu machen?

Können Exoskelette und Roboterhände die tägliche Arbeit von Pflegekräften erleichtern? Teste, wo Robotik hilft und wo sie Probleme schafft.

Lerne am Stand ein Exoskelett und eine ferngesteuerte Roboterhand kennen. Was von beidem würdest du nutzen, wärst du eine Pflegekraft?

Viele technische Lösungen versprechen Entlastung, müssen sich aber erst im Pflegealltag bewähren. Das Forschungsprojekt Robo4Care untersucht deshalb zwei Bereiche, die Pflegekräfte besonders fordern: körperlich belastende Tätigkeiten und feinmotorische Aufgaben, die viel Zeit kosten, Zeit, die für Zuwendung fehlt.

Wie viel nimmt ein Exoskelett wirklich ab?

Schweres Heben und Positionieren belastet den Rücken von Pflegekräften. In der Logistik sind Exoskelette längst im Einsatz, in der Pflege kaum.

Exoskelette können unbequem sitzen oder Bewegungen einschränken. Robo4Care untersucht deshalb gemeinsam mit Pflegekräften der Johannesstift Diakonie und in weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens, wie sich der Tragekomfort erfassen und verbessern lässt.

Kann eine Roboterhand so zuverlässig greifen wie ein Mensch?

Science-Fiction-Filme zeigen uns bereits eine Zukunft, in der Roboter die Menschen in ihrem Alltag zu Hause unterstützen. Was für Normalverbraucher ein Luxusprodukt wäre, kann für Pflegekräfte eine enorme Unterstützung bei der Betreuung von nicht stationär aufgenommenen Patient*innen sein. Doch können Roboter alle Aufgaben einer Pflegekraft, bin zu den feinsten Aufgaben übernehmen?

Für solche Aufgaben benötigt ein Roboter Hände, die denen des Menschen ähneln und sich flexibel an unterschiedlichste Tätigkeiten anpassen können. Das SIRo-Lab der BHT hat eine softrobotische Hand entwickelt, die am humanoiden Roboter TIAGo angebracht wurde und feinmotorische Aufgaben von Pflegekräften, spezifisch dem entblistern von Tabletten, übernehmen soll.

Mithilfe einer Eingabestation steuerst du den Roboter in einer Simulation und übernimmst selbst die feinmotorische Aufgabe, des Aus- und Einräumen von Tabletten für eine*n Patient*in.

Probiere beide aus und entscheide selbst: Welche Aufgaben lassen sich sinnvoll technisch unterstützen, und wo bleibt menschliche Kontrolle unverzichtbar?

Robotics 4 Care Enhancement (Robo4Care) ist eines von drei anwendungsorientierten Forschungsprojekten des IFAF Berlin bei der Berlin Science Week. ASH Berlin, BHT und HTW Berlin führen das Projekt gemeinsam durch - gefördert vom Land Berlin. 

  • Festivalzentrum Ausstellerstand.
  • Kostenloser Eintritt.
  • Ein 3-Tages-Pass für das Festivalzentrum ist für die Teilnahme erforderlich (siehe Button).
  • Barrierefrei zugänglich.
  • Weitere Informationen zur Barrierefreiheit hier.
Fri, 11/06/2026 - 13:00 Fri, 11/06/2026 - 18:00

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Event Location

Haus der Kulturen der Welt (HKW)
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
Germany