Unsere Leitprinzipien
Unsere Werte & Verpflichtungen
Unsere Grundüberzeugung ist: Hochwertige Wissenschaft ist für alle da.
Deshalb ist es unsere Mission, Wissenschaft verständlich, zugänglich und erfahrbar zu machen. Die Berlin Science Week orientiert sich an fünf Grundwerten: Neugier, Hoffnung, wissenschaftliche Integrität, Wissensteilung und Inklusion. Diese Prinzipien prägen unser Programm, leiten unsere Entscheidungen und bestimmen unsere Beziehungen zu Partnern, Besuchenden und unserem Planeten.
1. Neugier
Neugier ist der Anfang jeder Entdeckung, und jeder Mensch hat das Recht, sich zu wundern. Wir schaffen Raum für wissenschaftliche Erkundung, indem wir hochwertige Wissenschaft in lebendigen Veranstaltungsformaten erlebbar machen, Zugangshürden senken und die Öffentlichkeit zu wissenschaftlichem Denken und Entdecken einladen. Wir ermutigen zu Ansätzen, die über das Konventionelle hinausgehen und neue Wege eröffnen, Wissenschaft zu erleben.
2. Hoffnung
Wissenschaft ist zutiefst menschlich: Sie spiegelt unseren gemeinsamen Drang wider, die Welt und unseren Platz in ihr zu verstehen. Über die Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit hinaus erweitert Wissenschaft auch das, was wir für möglich halten. So bietet sie nicht nur Wissen, sondern auch Perspektive und Orientierung. In unserem Jahresthema, unserer Kampagne und unserem Programm teilen wir die transformative Kraft der Wissenschaft, in der Überzeugung, dass sie eine Quelle von Inspiration, Verbindung und Hoffnung sein kann.
3. Wissenschaftliche Integrität
Wissenschaftliche Integrität steht im Zentrum unseres Programms. Wir stehen für rigorose, verantwortungsvolle, evidenzbasierte Forschung aus Natur-, Geistes- und Kunstwissenschaften. Wir begrüßen offene Debatten, aber keine Behauptungen, die etablierten wissenschaftlichen Konsens – wie er von führenden wissenschaftlichen Institutionen anerkannt wird – ohne glaubwürdige Belege infrage stellen. Wo Expertenkonsens sich noch entwickelt oder innerhalb des wissenschaftlichen Mainstreams tatsächlich umstritten ist, setzen wir auf eine ehrliche Darstellung der Evidenz und ihrer Grenzen.
4. Wissensteilung
Wissen entfaltet sich im Teilen. Wir schätzen inter- und transdisziplinäre Ansätze und suchen aktiv nach Themen, die gesellschaftlich relevant sind und über die klassischen Naturwissenschaften hinausgehen. Wir streben ein lebendiges und faires Umfeld an, in dem vielfältige Stimmen und wissenschaftliche Exzellenz gemeinsam gedeihen.
5. Inklusion
Wissenschaft gehört allen. Wir wollen sicherstellen, dass sich jeder Mensch eingeladen fühlt, wissenschaftliche Ideen zu erkunden. Wir fördern Vielfalt, Inklusion und Barrierefreiheit in unserer gesamten Arbeit, begegnen anderen mit Respekt und sind offen für unterschiedliche Denk- und Lebensweisen. Unsere Offenheit endet dort, wo Diskriminierung beginnt. Wir dulden keine Belästigung, Diskriminierung, Einschüchterung, Hassrede oder andere Formen missbräuchlichen Verhaltens, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Homophobie, Transphobie, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, antimuslimischen Rassismus, Ableismus oder Altersdiskriminierung. Wir erkennen an, dass unsere Verantwortung füreinander über soziale Beziehungen hinausgeht und auch unseren Planeten Erde einschließt. Wir arbeiten daran, die Umweltauswirkungen unserer Aktivitäten zu reduzieren (von Reisen über Materialien bis zur Wahl der Veranstaltungsorte) und ermutigen unsere Partner, dies ebenfalls zu tun.
Was das für unsere Partner bedeutet
Wenn Du diese Werte und Guiding Principles teilst, laden wir Dich ein, Teil der Berlin Science Week zu werden und mitzugestalten, wie Wissenschaft mit der Gesellschaft in Verbindung tritt.
Wir begrüßen Debatten, unterschiedliche Perspektiven und Ansätze, die Wissenschaft zugänglich machen. Wir erwarten, dass Diskussionen respektvoll, konstruktiv und evidenzbasiert bleiben. Events müssen auf überprüfbarer Forschung beruhen. Für andere Formen des Wissens erwarten wir anerkannte Formen der Qualitätssicherung sowie eine ehrliche Kommunikation von Evidenz und ihren Grenzen. Jede Verwendung von KI-generierten Inhalten in Events oder Materialien muss klar offengelegt werden. Wir akzeptieren keine Events, die etablierten wissenschaftlichen Konsens ohne glaubwürdige Belege infrage stellen, Verschwörungstheorien oder Desinformation verbreiten oder nicht-wissenschaftliche Behauptungen als Wissenschaft darstellen.
Wenn Events sensible Forschungsthemen berühren, sollten sie eine angemessene ethische Einordnung enthalten, Risiken benennen und relevante regulatorische Rahmenbedingungen berücksichtigen. Für solche Events können wir zusätzliche Informationen dazu anfordern, wie diese Aspekte adressiert werden. Wo wir die Einordnung als der Sensibilität des Themas nicht angemessen einschätzen, können wir das Event ablehnen oder Bedingungen für eine Teilnahme festlegen.
Wir schätzen Events, die aktiv ein Gefühl der Zugehörigkeit fördern, bei denen sich Menschen jeden Hintergrunds, jeder Fähigkeit und Identität eingeladen fühlen, teilzunehmen, Fragen zu stellen und sich einzubringen. Partner sind daher dafür verantwortlich, dass ihre Events respektvoll, sicher und inklusiv gestaltet sind, und dafür, auftretende Probleme selbst zu adressieren. Wir unterstützen gerne mit Beratung, doch die organisatorische und rechtliche Verantwortung für partnergeführte Events verbleibt beim jeweiligen Partner.
Bei Sicherheitsbedenken, sicherheitsrelevanten Vorfällen oder außergewöhnlichen Umständen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf gesundheitliche Notlagen, glaubwürdige Bedrohungen oder die Verwicklung einer Partnerorganisation in eine größere Kontroverse, die die Integrität des Festivals gefährden könnte, behalten wir uns das Recht vor, unmittelbare Schutzmaßnahmen zu ergreifen, einschließlich der Aussetzung oder Absage von Events.
Bei Events, die für Kinder und Jugendliche konzipiert sind oder diese einbeziehen, ist besondere Sorgfalt erforderlich, einschließlich angemessener Aufsicht, Schutzmaßnahmen und altersgerechter Inhalte. Wir erwarten besondere Sorgfalt bei der Auswahl von Partnern und Sponsoren für Events, die sich an Minderjährige richten.
Die Berlin Science Week ist eine Plattform, die Partnern Sichtbarkeit bietet und ihnen hilft, neue Zielgruppen zu erreichen und Aufmerksamkeit für ihre Arbeit, Forschung und Institutionen zu schaffen.
Wir schätzen Events, bei denen Wissenschaft im Vordergrund steht, bei denen Neugier den Ton angibt und institutionelles Branding nachrangig ist. Wir freuen uns über Partner, die das Festival nutzen, um Wissen großzügig zu teilen und unser Publikum einzubinden, statt vorrangig kommerzielle oder politische Interessen zu verfolgen. Aus diesem Grund:
- Events sollten nicht primär als Produkteinführung, Verkaufsveranstaltung oder Recruiting-Maßnahme konzipiert sein. Wenn Partner auf eigene Plattformen, Produkte oder Dienstleistungen verweisen, sollte dies dem wissenschaftlichen Inhalt untergeordnet und mit dem Geist und der Mission der Berlin Science Week vereinbar sein.
- Events, die sich mit gesellschaftlichen und politischen Kontexten befassen, einschließlich Politik, Governance oder geopolitischen Dimensionen der Wissenschaft, sind willkommen, sofern sie sich auf Evidenz und Erfahrung stützen. Wir akzeptieren keine Events, die politische Propaganda verbreiten sollen oder Positionen vertreten, die mit demokratischen Grundsätzen, Menschenrechten oder der gleichen Würde aller Menschen unvereinbar sind.
Um Transparenz und Vertrauen zu fördern, können wir Partner jederzeit bitten, relevante Zugehörigkeiten, Finanzierungsquellen oder mögliche Interessenkonflikte offenzulegen. Werden solche Informationen auf Anfrage nicht offengelegt oder treten später erhebliche Auslassungen zutage, kann dies zum Rückzug oder zur Ablehnung eines Events führen.
Du bist herzlich eingeladen, Deine Teilnahme zu kommunizieren und unsere Markenmaterialien gemäß unseren Richtlinien zu verwenden. Bitte beachte: Die Teilnahme am Festival stellt keine Empfehlung Deiner Organisation, ihrer Forschung oder ihrer weiteren Aktivitäten dar und darf nicht als solche dargestellt werden.
Diese Guiding Principles gelten für alle, die an der Berlin Science Week beteiligt sind, einschließlich Partnerinstitutionen und ihrer Mitarbeitenden, Speaker, Moderierenden, Facilitators oder anderer Personen, die an der Ausrichtung eines Events beim Festival beteiligt sind.
Die Berlin Science Week behält sich das Recht vor, Events jederzeit zu überprüfen, auch nach Anmeldung und Bestätigung, und Änderungen zu verlangen, Bedingungen festzulegen oder Events zurückzuziehen, die nicht länger mit diesen Prinzipien vereinbar sind. Dies gilt auch für Situationen, in denen sich Umstände nach der Zusage ändern, etwa bei Bedenken zum Verhalten eines Speakers. Partner können eine Überprüfung einer solchen Entscheidung über unseren dafür vorgesehenen Kontakt unter awareness@berlinscienceweek.com beantragen.
Wir wissen, dass kein Regelwerk jede Situation vorhersehen kann. Wo Umstände außerhalb dieser Richtlinien liegen, wenden wir unser Urteilsvermögen im Sinne unserer Mission und unserer Werte an und stehen jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung.
Code of Conduct
Für Partner, Speaker und Teilnehmende.
Die Berlin Science Week baut auf Neugier, Offenheit und Respekt auf. Dieser Code of Conduct gilt für alle, die am Festival teilnehmen: Partner, Speaker und Facilitators, Freiwillige, Besuchende sowie unser Team, bei allen Events und in verwandten Online-Räumen. Unser Code of Conduct ist bewusst kurz gehalten: Wir vertrauen darauf, dass Menschen umsichtig handeln, möchten aber klarstellen, was uns wirklich wichtig ist.
Sei respektvoll
Begegne allen mit Höflichkeit und gutem Glauben. Stelle Ideen infrage, nicht Menschen. Schaffe Raum für Stimmen, die sich von Deiner eigenen unterscheiden. Wenn Du moderierst, halte Diskussionen evidenzbasiert und offen für Widerspruch, aber nicht für persönliche Angriffe. Wir bitten Dich außerdem, respektvoll mit den Menschen umzugehen, die im Hintergrund unsichtbar das Festival ermöglichen: Technikerinnen, Produzenten, Servicepersonal, Freiwillige und viele mehr.
Keine Belästigung oder Diskriminierung
Wir dulden keine Belästigung, Einschüchterung, Hassrede oder missbräuchliches Verhalten jeglicher Art. Dies schließt unter anderem Homophobie, Transphobie, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, antimuslimischen Rassismus, Ableismus oder Altersdiskriminierung ein. Unerwünschter körperlicher Kontakt oder sexuelle Bemerkungen, Drohungen und die absichtliche Störung von Events sind ebenso inakzeptabel.
Für Partner
Wenn Du ein Event unter dem Dach der Berlin Science Week organisierst, stelle sicher, dass Dein Team, Speaker, Facilitators und alle weiteren Beteiligten diesen Code of Conduct kennen und ihm zustimmen. Sorge dafür, dass vor Ort jemand ansprechbar ist, falls Bedenken auftreten. Sollte etwas schiefgehen, adressiere es und informiere uns.
Wenn etwas passiert
Wenn Du ein Verhalten erlebst oder beobachtest, das nicht mit diesem Code of Conduct vereinbar ist, kannst Du uns direkt unter awareness@berlinscienceweek.com kontaktieren oder Dich vor Ort an die Eventleitung wenden. Anonyme Meldungen sind willkommen. Wir behandeln alle Meldungen mit Diskretion und üben keine Vergeltung gegenüber Personen aus, die in gutem Glauben Bedenken äußern.
Wir reagieren angemessen: Das kann ein Gespräch, eine Verwarnung, der Ausschluss von einem Event oder von zukünftiger Teilnahme bedeuten. Unsere Priorität ist die Sicherheit und das Wohlergehen aller Beteiligten. Partner können eine Überprüfung jeder Entscheidung über unseren dafür vorgesehenen Kontakt beantragen. Entscheidungen im Rahmen dieses Code of Conduct liegen im Ermessen der Berlin Science Week und ihrer benannten Vertretern und Vertreterinnen.
Teile diese Prinzipien mit Deinem Team – lade das vollständige Dokument als PDF herunter. (Das Dokument liegt auf nur auf Englisch vor.)