Mosse Lecture: Einsamkeit, die soziale Frage unserer Zeit?
Einsamkeit gilt als soziale Frage unserer Zeit. Es wird von einer Einsamkeitsepidemie gesprochen. Überraschenderweise waren für die Bundesrepublik jedoch lange eher stabile bis abnehmende Einsamkeitsbelastungen zu konstatieren. Mit der Covid-19-Pandemie hat sich dieser Sachverhalt abrupt geändert. Es ist daher Zeit für eine Bestandsaufnahme, die fragt: Welche gesellschaftlichen Dynamiken begünstigen Vereinsamungsprozesse? Diese Frage entpuppt sich bei genauer Betrachtung als die Frage, welche Arten einsamer Figuren in einer Zeit eigentlich zu- oder abnehmen? Die unfreiwillig partnerlose Frau der 1950er Jahre etwa, ist so erkennbar ein Kind ihrer Zeit, wie der junge Mann der 2020er Jahre, der glaubt, dass der Feminismus ihm die Frauen für immer abspenstig gemacht hat, eins der unseren ist. Gefragt wird daher, wie sozialer Wandel und die unterschiedlichen Arten des Einsamseins zusammenhängen.
Die Mosse Lectures sind ein interdisziplinär und international angelegtes Forschungs- und Veranstaltungsprojekt, gegründet 1997 von dem Historiker George L. Mosse und dem Literaturwissenschaftler Klaus R. Scherpe. Sie werden vom Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin veranstaltet.
Weitere Informationen zu den Mosse Lectures hier.
- Diese Veranstaltung findet im Senatssaal statt.
- Eintritt frei.
- Anmeldung nicht erforderlich.
- Barrierefrei zugänglich.
- Diese Veranstaltung findet im Senatssaal statt.
- Eintritt frei.
- Anmeldung nicht erforderlich.
- Barrierefrei zugänglich.
Event Location
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10117 Berlin
Deutschland