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Wasser als Lebenselixier in der Biodiversitäts- und Klimakrise

University of Zurich (UZH), Humboldt-Universität zu Berlin | Michael Schaepman, Christoph Schneider, Veruska Muccione, Sandra Jasper, Regina Gnirss, Anna Schindler, Felix Rundel, Prof. Dr. Johannes Vogel, Paul Seger

Berlin und Zürich sind beide von den umliegenden Seen und Flüssen geprägt.

Die nahen Gewässer dienen nicht nur der Wasserversorgung, als Lebensraum für Pflanzen und Tiere und als Erholungsgebiet, zugleich gehen von ihnen Gefahren für Überschwemmungen, Schäden und Wassermangel aus. Biodiversitätsverlust und Klimawandel sind untrennbar miteinander verbunden und treffen besonders die Städte. Berlin und Zürich müssen vorangehen und innovative Strategien zur Anpassung entwickeln.

Mit der Renaturierung und Wiederherstellung von Flüssen lässt sich dem Biodiversitätsverlust entgegentreten und das Überschwemmungsrisiko verringern. Doch dazu sind gesunde Ökosysteme in der Stadt notwendig. „Grüne“ und „blaue“ Infrastrukturen leisten einen wichtigen Beitrag. Denn Städte sind einerseits Hotspots des Klimawandels, aber auch treibende Kraft für transformative Lösungen. Angesichts dieser Gegensätze diskutieren Wissenschaftler:innen und Expert:innen aus Berlin und Zürich über zukunftsweisende, naturbasierte Anpassungslösungen für Grossstädte und deren Umland und geben Einblick in die aktuelle Forschung und Lösungsansätze.

Die Diskussion wird moderiert von Felix Rundel.

Nach dem Podium sind Sie herzlich zu einem Apéro eingeladen.

Die Veranstaltung ist co-organisiert von der Universität Zürich und der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen der strategischen Partnerschaft und zum Anlass von “Zürich Meets Berlin” und der “Berlin Science Week”.

ÖFFENTLICHE DISKUSSION VIA LIVESTREAM UND VOR ORT IM CAMPUS. BITTE ANMELDEN.

Dies ist eine hybride Veranstaltung, welche im Rahmen des Berlin Science Week CAMPUS‘ stattfindet.

Vor Ort: Der Eintritt ist frei. Bitte reservieren Sie sich Ihr Ein- oder Zwei-Tagesticket hier.

Barrierefreiheit: Informationen über die physische Zugänglichkeit des Museums für Naturkunde finden Sie hier. Die New Normal Hall befindet sich in der ersten Etage und kann per Fahrstuhl erreicht werden.

Digital: Kurz vor Beginn der Veranstaltung wird der Link auf dieser Seite erscheinen. Fügen Sie die Veranstaltung zu Ihren Favoriten hinzu und erhalten Sie eine Erinnerung per E-Mail.

About the Venue
CAMPUS
Invalidenstraße 43
Berlin, Berlin 10115 Germany

Michael Schaepman

Universität Zürich (UZH)

Prof. Dr. sc. nat. Michael Schaepman, geboren 1966, studierte an der Universität Zürich (UZH) Geographie, Experimentalphysik und Informatik und promovierte 1998 am Geographischen Institut der UZH. Nach einem Post-Doc-Aufenthalt an der University of Arizona in Tucson, USA, kehrte er im Jahr 2000 als Forschungsgruppenleiter ans Geographische Institut der UZH zurück. 2003 wurde Michael Schaepman zum Professor für Geographische Informationswissenschaft am Institut für Umweltwissenschaften der Universität Wageningen (NL) ernannt und wurde dort 2005 wissenschaftlicher Leiter des Center for Geoinformation. Seit 2009 ist Michael Schaepman Professor für Fernerkundung am Geographischen Institut (Remote Sensing Laboratories) an der Universität Zürich. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Erdbeobachtung, Fernerkundung und Spektroskopie zum Messen von Biodiversität aus dem Weltraum. 2014 wurde er zum Prodekan und 2016 zum Dekan der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt. 2017 bis 2020 war er als Mitglied der Universitätsleitung für die Bereiche Forschung, Innovation und Nachwuchsförderung zuständig. Seit dem 1. August 2020 ist er Rektor der Universität Zürich.

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Prof. Dr. Christoph Schneider wurde 1965 in Blaustein  geboren. Nachdem er sein Abitur und den Zivildienst als Rettungssanitäter absolviert hatte, studierte er Geographie und Physik an der Universität Freiburg und schloss 1993 das Studium mit seiner Staatsexamensarbeit ab. Seine Promotion erfolgte 1998 und seine Habilitation schließlich 2004 an der Universität Freiburg. In den darauffolgenden Jahren wurde er zuerst Professor für Physische Geographie und Klimatologie am Geographischen Institut der RWTH Aachen, zudem Geschäftsführender Direktor des Geographischen Instituts und von 2010-2014 Studiendekan der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik der RWTH Aachen. Seit 2015 ist Christoph Schneider Professor für Klimageographie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort war er weiterhin auch Geschäftsführender Direktor des Geographischen Instituts. Das Amt des Vizepräsidenten für Forschung an der Humboldt-Universität zu Berlin hat er sein dem 1. August 2021 inne.

Veruska Muccione

Universität Zürich

Veruska Muccione ist Wissenschaftlerin am Geographischen Institut der Universität Zürich, Schweiz. In ihrer Forschung befasst sie sich vor allem mit Klimarisiken und Entscheidungsfindung bei Anpassungsmassnahmen an den Klimawandel. Sie hat für Projekte in verschiedenen Weltregionen gearbeitet, um Anpassungslösungen zu entwickeln und Kompetenzen in den Bereichen Wasser-, Naturgefahren- und Gesundheitsmanagement aufzubauen. Im 6. Evaluierungsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) war sie Hauptautorin der Kapitel «Europa» und «Gebirge». Veruska hat einen Doktortitel in Astrophysik von der Universität Genf, Schweiz, und einen Master of Advanced Studies in Nachhaltiger Entwicklung von der University of London, England.

Sandra Jasper

Humboldt-Universität zu Berlin

Sandra Jasper ist promovierte Geographin und Juniorprofessorin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsthemen sind Stadtnatur, Brachen und Mensch-Tier-Umweltbeziehungen in Städten. Außerdem beschäftigt sie sich mit Soundscapes und feministischer Theorie. Sie ist Mitherausgeberin des Buches The Botanical City (jovis, 2020) und Koautorin und Koproduzentin des Dokumentarfilms Natura Urbana: The Brachen of Berlin (UK/D, 2017). Derzeit schreibt sie eine Monographie über die experimentellen Räume West Berlins, für die sie einen Preis der Graham Foundation erhalten hat. Ihr neues kollaboratives Forschungsprojekt “Re-Scaling Global Health. Human Health and Multispecies Cohabitation on an Urban Planet” (2023-2025), finanziert über die Berlin University Alliance Grand Challenge Initiative Global Health, untersucht die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Gesundheit, Biodiversität und Umweltverschmutzung in urbanen Räumen.

Regina Gnirss

Berliner Wasserbetriebe

Frau Regina Gnirss studierte Umwelt- und Verfahrenstechnik in Berlin und leitet seit 2008 die Abteilung Forschung und Entwicklung der Berliner Wasserbetriebe. Die Wasserbetriebe versorgen 3,8 Millionen Einwohner:innen und sind damit der größte Wasserver- und Abwasserentsorger in Europa. Frau Gnirss verantwortet das Innovationsmanagement und ihre Expertise umfasst die Wasserwirtschaft und die Siedlungsentwässerung mit Energieoptimierung, Sicherheitsforschung und Spurenstoffentfernung. Sie hat bereits mehr als 150 Veröffentlichungen geschrieben bzw. Vorträge auf nationalen und internationalen Konferenzen gehalten. Sie ist stellvertretende Obfrau in der Arbeitsgruppe KA 8 „Weitergehene Abwasserreinigung“ der DWA, im Forschungsbeirat des DVGW, im Strategic Council der International Water Association (IWA) und im Aufsichtsrat des Umweltforschungszentrums Leipzig.

Anna Schindler

STADT ZÜRICH

Anna Schindler, geboren 1968, ist seit November 2011 Direktorin Stadtentwicklung der Stadt Zürich. Sie leitet die Abteilung im Präsidialdepartement der Stadt Zürich, zu der neben dem Bereich Gesellschaft und Raum auch die Wirtschaftsförderung, die Integrationsförderung und die Aussenbeziehungen der Stadt Zürich gehören. Zuvor arbeitete die Kultur- und Wirtschaftsgeografin für verschiedene deutsch- und englischsprachige Publikationen und Verlage sowie als Kommunikationsberaterin im Bereich Architektur, Immobilien und Städtebau für kleine und grössere Firmen und Unternehmen. Sie unterrichtete Medienwissenschaften, Kulturkommunikation und Kulturmanagement an der ZHAW und an der Universität Zürich. Anna Schindler lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Zürich.

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Felix Rundel

futurehain

Felix Rundel ist Co-Founder von futurehain, einer Agentur an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Innovation und Gesellschaft. Mit seiner Arbeit zwischen kreativem Meeting Design, strategischen Programmkonzepten und interdisziplinärem Austausch – unter anderem als Berater von internationalen NGOs, Unternehmen und Ministerien – engagiert sich Felix für nachhaltigen und kollaborativen Fortschritt um den großen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Bis Ende 2020 war Felix als Executive Director der Falling Walls Foundation tätig, einer globalen Plattform für Durchbrüche in Wissenschaft und Gesellschaft.

Prof. Dr. Johannes Vogel

Museum für Naturkunde

Seit 2012 ist der Genetiker Johannes Vogel Generaldirektor des Museums für Naturkunde, Leibniz Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung Berlin und Professor für Biodiversität und Wissenschaftsdialog an der Humboldt-Universität Berlin. Er ist Präsident der European Citizen Science Association und berät die EU Kommission und Bundesregierung. Mit einer Sammlung von über 30 Millionen Objekten ist das Museum eines der größten forschenden Naturkundemuseen der Welt und zählt jährlich bis zu 800.000 Besucher. Seine Vision ist es, den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Dialog zu befördern und aktives Handeln für Natur und Demokratie zu stärken.

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Paul Seger

Schweizerische Botschaft in Deutschland

Dr. iur. Paul R. Seger, 1958 in Basel geboren, ist seit August 2018 der Schweizer Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland. Nach seinem Eintritt ins Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Jahre 1983 wechselte Paul Seger 1986 nach bestandener Aufnahmeprüfung in den diplomatischen Dienst und absolvierte Auslandseinsätze in Kinshasa, New York (UNO) und Buenos Aires. Dazwischen war er wiederholt in verschiedenen Funktionen in Bern tätig. 2003 ernannte ihn der Bundesrat zum Direktor der Völkerrechtsdirektion und Rechtsberater des EDA sowie im Doppelamt zum Schweizer Botschafter für das Fürstentum Liechtenstein. Ausserdem leitete Botschafter Seger die Schweizer Delegation bei der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt in Strassburg, welche er in den Jahren 2006 und 2007 präsidierte. Seit Juli 2022 hat er diese Delegationsleitung wieder im Nebenamt inne. Von 2010 bis 2015 war Paul Seger der Ständige Vertreter der Schweiz bei den Vereinten Nationen in New York und anschliessend von 2015 von 2018 Botschafter in Myanmar. Botschafter Seger ist Autor verschiedener Beiträge zu Fragen des internationalen Rechts und der internationalen Politik.

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