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© Pablo Castagnola. Human neuromuscular organoids generated from induced pluripotent stem cells by Mina Gouti Lab, MDC.

Neue Methoden für weniger Tierversuche – so forscht Berlin

Einstein-Zentrum 3R | Stefan Hippenstiel, Christa Thöne-Reineke, Jens Kurreck, Michael Gotthardt, Tanja Schwerdtle

Einblicke in das neue Einstein-Zentrum 3R

Forschung an Mini-Organen, menschlichem Gewebe oder Multi-Organ-Chips – moderne Technologien versprechen eine Zukunft ohne Tierversuche. Was ist der aktuelle Stand der Forschung? Wie funktionieren diese Methoden und wo liegen ihre Grenzen?

Eine moderierte Podiumsdiskussion mit kurzen Filmbeiträgen aus den Laboren widmet sich diesen und weiteren Fragen. Erfahren Sie, wie Berlins Wissenschaft daran arbeitet, die Forschung im Sinne von 3R – Replace, Reduce, Refine von Tierversuchen – zu verändern und zu verbessern. Auf dem Podium erklären Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des neuen Einstein-Zentrum 3R ihre Forschung. Ziel des Zentrums ist es, zur Entwicklung neuer Therapien für menschliche Erkrankungen beizutragen, indem die Übertragbarkeit von Laborerkenntnissen auf den Patienten verbessert und gleichzeitig der Tierschutz gestärkt wird.

Sie haben die Möglichkeit im Vorfeld der Veranstaltung Fragen an registration@ec3r.org zu senden.

 

ÖFFENTLICHE DISKUSSION PER LIVESTREAM UND VOR ORT IM BERLIN SCIENCE WEEK CAMPUS.

Diese Veranstaltung kann digital per Livestream oder persönlich vor Ort im Museum für Naturkunde mit einer begrenzten Teilnehmendenzahl besucht werden.

Livestream: Kurz vor Beginn der Veranstaltung wird der Stream auf dieser Website zur Verfügung gestellt. Fügen Sie die Veranstaltung zu Ihren Favoriten hinzu und erhalten Sie eine Erinnerung per E-Mail.

HABEN SIE EINE FRAGE WÄHREND DER VERANSTALTUNG? Hier geht’s zum LiveChat.

 

Vor Ort: Wenn Sie an der Veranstaltung vor Ort teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte per Mail unter registration@ec3r.org.

Aufgrund der aktuellen Situation sind wir nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtet, von jeder Person, die das Naturkundemuseum betritt, die Kontaktdaten zu erfragen. Wir benötigen daher von allen Personen, die sich anmelden, folgende Daten: Vorname, Nachname, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.

Vor Ort gelten die Schutz- und Hygienemaßnahmen des Naturkundemuseums. Die so genannte 3G-Regel (für “geimpft, genesen oder getestet”) wird angewendet: Wer nicht vollständig geimpft ist oder als nicht genesen gilt, muss einen aktuellen negativen Covid-19-Test vorlegen. Der Besuch der Veranstaltung ist nur mit einer medizinischen Gesichtsmaske gestattet.

Die Anmeldedaten werden vom Einstein-Zentrum zum Zwecke der Organisation der Veranstaltung sowie für eine mögliche spätere Kontaktaufnahme gespeichert und zu diesem Zweck auch an die Organisatoren der Berlin Science Week und das Museum für Naturkunde weitergegeben.

Wir werden am 5./6. November auf dem Campus Foto- und Videoaufnahmen machen, die wir zu Dokumentations- und Kommunikationszwecken verwenden werden, und wir werden die Veranstaltungen auf unserer Website als Livestream übertragen. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, senden Sie bitte vor dem Campus Ihre Ablehnung per E-Mail an info@berlinscienceweek.com. Wir verweisen auch auf unsere Datenschutzbestimmungen.

Copyright Coverfoto: Pablo Castagnola. Human neuromuscular organoids generated from induced pluripotent stem cells by Mina Gouti Lab, MDC.

Stefan Hippenstiel

Charité – Universitätsmedizin Berlin

Professor Stefan Hippenstiel hat in Gießen und Wien Humanmedizin studiert. Nach Beginn seiner klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit in Gießen wechselte er an die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe liegt auf der Erforschung der angeborenen Immunität bei einer Volkskrankheit, der Lungenentzündung. Dazu werden ein menschliches Lungenkulturmodel und daraus abgeleitete Organoide eingesetzt mit dem Ziel, Alternativmethoden zum Tierversuch weiter zu entwickeln. Er ist Sprecher von Charité 3R und des Einstein-Zentrums 3R sowie wissenschaftlicher Koordinator des DFG-geförderten transregionalen Sonderforschungsbereichs SFB-TR84.

Professor Stefan Hippenstiel studied human medicine in Gießen and Vienna. After starting his clinical and scientific work in Gießen, he moved to the Charité – Universitätsmedizin Berlin. The focus of the working group is on research into innate immunity in a common disease, pneumonia. For this purpose, a human lung culture model and organoids derived from it are used with the aim of further developing alternative methods to animal testing. He is the spokesperson for Charité 3R and Einstein 3R as well as the scientific coordinator of the DFG-funded transregional collaborative research centre SFB-TR84.

Christa Thöne-Reineke

Freie Universität Berlin

Prof. Christa Thöne-Reineke hat in Berlin Veterinärmedizin studiert, in der humanmedizinischen Grundlagenforschung promoviert und sich zur Fachtierärztin für Versuchstierkunde weiterqualifiziert. 2004 wechselte sie an die Charité Universitätsmedizin Berlin und habilitierte dort in experimenteller Pharmakologie. 2014 folgte sie dem Ruf an die Freie Universität Berlin auf die Professur für Tierschutz, Tierverhalten und Versuchstierkund des Fachbereichs Veterinärmedizin Ihre Forschungsschwerpunkte sind 3R in Forschung und Lehre und Tierverhalten. Sie ist stellvertretende Sprecherin der Graduiertenschule BB3R und des Einstein-Zentrums 3R sowie Projektleiterin im Exzellenzcluster SCIoI der TU Berlin.

Prof. Christa Thöne-Reineke studied veterinary medicine in Berlin and completed her doctorate in basic research in human medicine and further qualified as a specialist veterinarian in laboratory animal science. In 2004, she moved to Charité – Universitätsmedizin Berlin, where she completed her habilitation in experimental pharmacology. In 2014, she accepted a professorship in animal welfare, animal behavior and laboratory animal science at the Department of Veterinary Medicine, FU Berlin. Her research interests are 3Rs in research and teaching and animal behavior. She is deputy speaker of the graduate school BB3R and in the Einstein Center 3R as well as project leader in the Cluster of Excellence SCIoI at TU Berlin.

 

Jens Kurreck

Technische Universität Berlin

Jens Kurreck ist Professor für Angewandte Biochemie an der TU Berlin. Er hat Biochemie und Philosophie an der FU Berlin studiert. Nach Abschluss seiner Doktorarbeit 1998 war er Postdoktorand an der Arizona State University in Tempe, USA. 2006 habilitierte er sich an der FUB. Von 2007 bis 2009 war der Professor für Nucleinsäuretechnolgien an der Universität Stuttgart, bevor er seine aktuelle Professur an der TUB antrat. Seine Forschungstätigkeiten fokussieren sich auf den Biodruck von Organmodellen, RNA Technologien, Virologie und Bioethik. Im Einstein-Zentrum 3R ist er Koordinator des Bereichs Kommunikation und leitet das Forschungsprojekt 3D-Bioprinting von humanen Organmodellen.

Jens Kurreck is full Professor for Applied Biochemistry at the Berlin University of Technology (TUB), Germany. He studied biochemistry and philosophy at the Free University of Berlin (FUB) and completed his PhD at the TUB in 1998. A postdoc at Arizona State University in Tempe, AZ, USA, was followed by an assistant professorship at the FUB. From 2007 to 2009 he was Professor of Nucleic Acid Technologies at the University of Stuttgart before attaining his current position in Berlin. His research focuses on bioprinting, RNA technologies, and virology. At the Einstein Centre 3R, he is the coordinator of the communication area and leads the research project 3D bioprinting of human organ models.

Michael Gotthardt

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin

Professor Michael Gotthardt hat nach dem Medizinstudium in Heidelberg und Berlin an der UT Southwestern in Dallas und der Washington State University geforscht. 2002 wechselte er zurück an das Max-Delbrück-Centrum. Seine Arbeitsgruppe erforscht Titin, das größte Protein im menschlichen Körper. Er untersucht Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf Molekül-, Zell-, und System-Ebene, um deren Behandlung zu verbessern. Unter anderem erhielt er den Sofia Kovalevskaya Preis und einen ERC starting Grant. Im Einstein Zentrum 3R ist Michael Gotthardt Mitglied des Steering Committees und leitet ein Projekt zu künstlichem Herzgewebe.

After studying medicine in Heidelberg and Berlin, Professor Michael Gotthardt did his postoc at UT Southwestern in Dallas, started his independent lab at Washington State University and moved back to the Max Delbrück Center in 2002. He studies titin, the largest protein in the human body, and how it relates to cardiovascular disease. His work extends from basic molecular and cell biology to developing novel therapies. He is the recipient of the Sofia Kovalevskaya Award and an ERC starting grant. Michael Gotthardt is a member of the Steering Committee at the Einstein Center 3R and leads a project on engineered heart tissue.

Tanja Schwerdtle

Bundesinstitut für Risikobewertung

Nach ihrem Studium der Lebensmittelchemie und Promotion in Karlsruhe arbeitete Professor Dr. Tanja Schwerdtle an der TU Berlin, bevor sie auf Lehrstühle für Lebensmittelchemie zuerst in Münster und später in Potsdam berufen wurde. Seit 2020 ist sie die Vizepräsidentin des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Molekulare Mechanismen der Toxizität lebensmittelrelevanter Metallverbindungen sowie Vorkommen und Wirkmechanismen essentieller Mikronährstoffe sind Schwerpunkte ihrer Forschung.

Professor Dr Tanja Schwerdtle studied chemistry and food chemistry at the University of Karlsruhe, where she received her doctorate. After research positions in Karlsruhe and at Technical University (TU) Berlin, she held professorships in food chemistry first at the University of Muenster and then at the University of Potsdam. Since 2020, she is the Vice President of the German Federal Institute for Risk Assessment (BfR). Her scientific work includes research into metal compounds, such as mercury and copper, as well as trace elements, such as selenium and manganese, and their effects on the human organism. She has been closely involved with work on the risk potential of the semimetal arsenic.

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About the Venue
Berlin Science Week Campus – Museum für Naturkunde Berlin
Invalidenstraße 43
Berlin, Berlin 10115 Germany
(030) 8891408591

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