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AirBnB, Uber, Lieferando: Die Zukunft der Wirtschaft?

Einstein Center Digital Future, Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, Weizenbaum-Institut | Philipp Staab, Tina Krell, Martin Krzywdzinski

Aktuelle Forschung zur Plattform Ökonomie.

Die weltweite Digitalisierung hat es (vornehmlich US-amerikanischen) Plattform-Unternehmen ermöglicht, globale Reichweite sowie erhebliche Marktmacht zu erlangen. Dadurch ist es zu einem Strukturwandel der Ökonomie gekommen, bei dem man auch von einer „Plattformisierung“ spricht. Es geht nicht primär um die Produktion von Waren oder Dienstleistungen, sondern die Bereitstellung einer (Plattform-) Infrastruktur und die gleichzeitige Monopolisierung von Märkten. Doch was bedeutet das konkret für unser Wirtschaftssystem? Wie verändert sich unsere Rolle als Plattform-Nutzende, wenn wir zu Koproduzenten von wirtschaftlichem Wert werden, aber nicht an der Steuerung von Plattformen beteiligt sind? Werden durch die Plattformisierung wirtschaftliche und soziale Ungleichheit verstärkt? Werden alle Sektoren von globalen Megaplattformen beherrscht? Gibt es europäische Alternativen zum US-amerikanisch dominierten Plattform-Modell? Und können diese wirtschaftsfähig und nachhaltig zugleich agieren?

Diesen und anderen Fragen rund um Plattförmökonomie wollen wir zusammen mit Tina Krell (HIIG), Martin Krzywdzinski (Weizenbaum-Institut) und Philipp Staab (ECDF) in einer Podiumsdiskussion nachgehen. Es moderiert Katja Weber (radio eins).

 

ÖFFENTLICHE DISKUSSION PER LIVESTREAM UND VOR ORT IM WEIZENBAUM-INSTITUT. BITTE ANMELDEN.

Dieses Event kann digital und physisch vor Ort besucht werden. Bitte melden Sie sich hier an. Der Zugang zur Veranstaltung wird nach der Anmeldung durch die Organisation zur Verfügung gestellt.

Philipp Staab

Humboldt-UNIVERSITÄT ZU BERLIN

Philipp Staab ist Professor für Soziologie der Zukunft der Arbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin und am Einstein Center Digital Future. In seiner Forschung verbindet er Themen der Arbeit, Sozialstrukturanalyse, Techniksoziologie und politischen Ökonomie in gegenwartsanalytischer Absicht. Aktuell befasst er sich insbesondere mit Fragen der politischen Gestaltung des digitalen Kapitalismus, des Zusammenhangs von Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie der Rolle kritischer Infrastrukturen für die Zukunftsfähigkeit moderner Gesellschaften.

Tina Krell

Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG)

Tina Krell arbeitet in der Forschungsgruppe „Innovation, Entrepreneurship & Gesellschaft“. Sie arbeitet an den Projekten DaPla Mittelstand und Platform Alternatives. Sie ist ebenfalls Koordinatorin für die Task Force Europäische Plattform-Ökonomie.

Sie studierte ihren Master an der London School of Economics mit den Schwerpunkten ICT-Policy und empirische Forschungsmethoden. Kurse in internationaler politischer Ökonomie brachten sie dazu, sich mit grenzüberschreitenden Handel von Dienstleistungen zu beschäftigen sowie mit der Regulierung vom Austausch von Daten. Dafür absolvierte sie ein zusätzliches Diplom in Urheberrecht beim Berkman Klein Center. Während ihres Studiums war sie Stipendiatin der HBS-Stiftung. Sie ist ebenfalls stolze Absolventin der Young Titans Summer Academy 2018, Mitglied der G20 Young Global Changers, und Wissenschaftsbotschafterin für die Stadt Berlin.

Zuvor arbeitete sie als Policy-Forscherin für die International Telecommunication Union in Genf, und als Research- und Insights-Analystin für ein Startup in London.

Martin Krzywdzinski

WEIZENBAUM-INSTITUT E.V.

Martin Krzywdzinski ist stellvertretender geschäftsführender Direktor des Weizenbaum-Institut e.V., Leiter der Forschungsgruppe Globalisierung, Arbeit und Produktion am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professor für Internationale Arbeitsbeziehungen an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Er hat an der FU Berlin promoviert und sich dort in Soziologie habilitiert. Er ist Ko-Leiter des Promotionskollegs „Gute Arbeit“ am WZB sowie Mitglied im Steering Committee des internationalen Automobilforschungsnetzwerks GERPISA und im Vorstand der Sektion Arbeits- und Industriesoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.

Martin Krzywdzinski ist in einer Reihe von Beiräten aktiv (etwa für das „Future of Work“-Programm des MIT) und als Gutachter für Förderinstitutionen, Stiftungen und Zeitschriften tätig. Er forscht über den Wandel von Arbeit im Kontext von Globalisierung und Digitalisierung und hat eine Reihe von international ausgerichteten Forschungsprojekten durchgeführt und geleitet, darunter über den Wandel von Arbeit in den Emerging Economies, über Crowdwork und Industrie 4.0.

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